Commentaires Résumé
2008/2 Die Wirtschaft der neuen Medien

Die Digitalisierung der Nationalbibliothek

Commentaires Résumé

Die Genfer Buchmesse (Salon du Livre de Genève) 2008 bot der Nationalbibliothek (NB) die Gelegenheit, ihr Projekt «digitale Nationalbibliothek» vorzustellen. Das Projekt, das einer klar definierten Strategie folgt, hat bereits die Digitalisierung von bestimmten Teilen der Sammlungen ermöglicht, weitere Projekte sind am Laufen. Die NB arbeitet in diesem Bereich mit verschiedenen Partnern aus der Schweiz und aus Europa zusammen. Welche digitale Strategie verfolgt die NB? Welche Bedürfnisse wurden definiert, und welche Prioritäten wurden gesetzt? Wie weit sind Schweizer Bibliotheken mit der Digitalisierung ihrer Bestände? Welche Rolle nimmt die digitale NB im schweizerischen Kontext ein? An welchen internationalen Projekten beteiligt sich die NB? Hintergründe und Fakten.

Stéphane Gillioz, Redaktion arbido, in Zusammenarbeit mit Liliane Regamey, Projektverantwortliche

Das an der Buchmesse vorgestellte Projekt «digitale Nationalbibliothek» 

Die Nationalbibliothek präsentierte am 2. Mai 2008 anlässlich der «Journée des bibliothécaires» («Tag der Bibliothekarinnen und Bibliothekare) am internationalen Buch- und Pressesalon in Genf ihr Projekt «Die digitale Nationalbibliothek». An den Digitalisierungsprojekten beteiligte Spezialisten lieferten Informationen aus erster Hand. Dank dieser Informationen konnten sich Besucherinnen und Besucher einen Überblick verschaffen über die mit dem Projekt verbundenen Herausforderungen und Perspektiven, über die laufenden Arbeiten und ... über die Schwierigkeiten. Liliane Regamey, Leiterin der Sektion Nutzung in der NB, und Geneviève Clavel-Merrin, Leiterin nationale und internationale Kooperation, stellten Überlegungen zum NB-Projekt an und vor, während Virginie Fortun, Marketingverantwortliche von le Temps, das Digitalisierungsprojekt des Journal de Genève vorstellte (cf. nachfolgender Artikel).

Die Strategie der Schweizerischen Nationalbibliothek 2007–2011 

Das von der NB lancierte Digitalisie- rungsprojekt ist Bestandteil einer übergreifenden Strategie, welche die Grundsätze definiert, an denen sich die Institution orientiert, und die Akzente festlegt, welche die NB zu setzen gedenkt. Es kann sicherlich nicht schaden, Folgendes noch einmal in Erinnerung zu rufen: «Die Schweizerische Nationalbibliothek ist weltweit die wichtigste schriftliche Quelle zum Verständnis der Schweiz und der Schweizer Bevölkerung. Zusammen mit anderen Institutionen des Bundes, der Kantone, der Gemeinden und privater Träger bewahrt sie das kulturelle Erbe der Schweiz als Teil des europäischen und weltweiten Kulturerbes» (Strategie 2007–2011, 1. Abschnitt).

Von den Akzenten, die in dieser Strategie festgelegt werden, interessiert uns im Zusammenhang mit dem Thema der vorliegenden arbido-Nummer vor allem einer, betrifft er doch die Digitalisierung ganz direkt: «Für die Hauptnutzungsgruppen relevante Bestände, die original in analoger Form publiziert sind, werden so weit wie möglich und sofern sie sich dafür eignen auch in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Andere Bestände werden nur digitalisiert, wenn es aufgrund besonderer Umstände sinnvoll ist (z.B. Beteiligung an nationalen oder internationalen Projekten, konservatorische Gründe).»

Die Strategie 2007–2011 präzisiert zudem – im Kapitel «Ziele bis 2001» –, dass es unabdingbar sei, die Bedürfnisse gemeinsam mit den Hauptnutzungsgruppen und den relevanten Interessengemeinschaften zu definieren.

Gezielte Digitalisierung

Angesichts der eindrücklichen Masse von Dokumenten (gedruckte Bücher, Zeitschriften, Tageszeitungen, Plakate etc.), die für eine Digitalisierung in Frage kommen, kam die NB nicht umhin, ihre Leistungen im Rahmen ihres Digitalisierungsprojekts «gezielt auf die Be- dürfnisse der wichtigsten Gruppen von Nutzerinnen und Nutzern auszurichten» (Strategie 2007–2011, Akzente). Sie hat dies getan, indem sie bei den Nutzerinnen und Nutzern eine Umfrage durchgeführt hat. Für die Umfrage wurden Adressen aus den vier «unumgänglichen» Bereichen Geschichte, Kunst, dokumentarische Information und Literatur selektiert. Die Ergebnisse dieser Umfrage geben nicht nur einen Hinweis auf die Prioritäten, welche die NB im Bereich Digitalisierung gesetzt hat, sondern sind auch mit ein Grund dafür, dass andere Institutionen und Partner nachgezogen haben und in dieselbe Richtung gehen. Die befragten Nutzerinnen und Nutzer nannten als erste «Kandidaten» für die Digitalisierung die Presse ganz allgemein und die für Historiker unverzichtbaren Quellen. Es kann von daher nicht erstaunen, dass das Verlagshaus «Le Temps» beschlossen hat, das Journal de Genève zu digitalisieren (cf. nachfolgender Artikel von Virginie Fortun), und dass ein vergleichbares Projekt für die Zeitungen l’Express und l’Impartial lanciert wurde (cf. Interview mit Jacques-André Humair). 

Wieso gerade die Presse?

Der besonders in westlichen Ländern ausgeprägte Hang zur Digitalisierung der Presse lässt sich dadurch erklären, dass Presseerzeugnisse schwer zugängliche Dokumente sind, ganz anders als Bücher, die breiter und besser gestreut sind. Es ist manchmal ziemlich mühsam, eine Tageszeitung auf Mikrofilm zu konsultieren, und die Suche nach einem bestimmten Thema oder nach einem bestimmten Autor gleicht oft einem Hindernisrennen, braucht viel Zeit und ... Geduld. Digitalisierte Presseerzeugnisse ermöglichen eine Volltextsuche. Volltextsuche bedeutet Zeitgewinn. V.a. aber wird damit ein wertvolles Erbe von Informationen, Kultur und Politik zugänglich gemacht, das anderenfalls in irgendwelchen Gestellen in irgendwelchen Keller- räumlichkeiten weiter vor sich hinschlummern würde. Die Presseherausgeber haben sich mit ihrem Entscheid zur Digitalisierung nicht getäuscht. Das gilt insbesondere für die Westschweiz, wo der Verband Schweizer Presse Empfehlungen herausgegeben hat, welche dazu beitragen sollen, entsprechende Projekte in Zusammenarbeit mit Bibliotheken zu erleichtern. In der Deutschschweiz gibt es vorderhand keine vergleichbaren Aktivitäten, offenbar haben die Verantwortlichen dort mehr Vorbehalte.

Die NB ist übrigens nicht die einzige, welche das Interesse der Nutzerinnen und Nutzer für digitalisierte Presseerzeugnisse erkannt hat. Das 2006 gegründete Réseau francophone des Bibliothèques nationales numériques (RFBNN) (Franz ösischsprachiges Netzwerk von digitalisierten Nationalbibliotheken) misst der Presse ebenfalls eine grosse Bedeutung bei. Erwähnt sei an dieser Stelle die enge Zusammenarbeit mit dem Schweizer Projekt «Elektronische Bibliothek Schweiz (e-lib)»(cf. Artikel von Matthias Töwe in der vorliegenden Nummer).

Aktueller Stand der Arbeiten in der NB

Folgende Sammlungen sind in der NB bereits in digitalisierter Form vorhanden: Plakate, das graphische Werk des Autors Friedrich Dürrenmatt, Tondokumente (VOCS) und audiovisuelle Dokumente der Schweizer Kultur (IMVOCS).

Zurzeit steht ein schweizerischer Gesamtkatalog mit ca. 40 000 digitalisierten Plakaten zur Verfügung. Der Katalog entstand in Zusammenarbeit mit der Bibliothèque de Genève BGE, der Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel BPUN, der Mediathek des Kantons Wallis und dem Verkehrshaus Luzern. Der Katalog ist unter der URL http://www.nb.admin.ch/posters zu finden.

Hinzu kommt das graphische Werk von Friedrich Dürrenmatt, das sich im Besitz der NB befindet und im Centre Dürrenmatt in Neuenburg ausgestellt wird. Das Werk umfasst gegen 400 Objekte.

Die Datenbank VOCS (voix de la culture suisse) umfasst Dokumente von oder über Schweizer Autorinnen und Autoren, die ihr Werk dem Schweizerischen Literaturarchiv SLA vermacht haben. Die betreffenden Tondokumente stammen aus den Archiven des Schweizer Radios. Die Datenbank umfasst bis zum heutigen Tag gegen 560 Dokumente.

Die Datenbank IMVOCS (images et voix de la culture suisse) umfasst Kino- und Videodokumente über Schweizer Autorinnen und Autoren. Die Dokumente stammen teilweise ebenfalls aus dem SLA.

Es sei darauf hingewiesen, dass im Multimediasaal der NB auf einen guten Teil der Sammlungen der Schweizer Nationalphonothek zugegriffen werden kann, insbesondere auf die ohnehin bereits digitalisierten Tondokumente und auf weitere, die auf Anfrage hin digitalisiert wurden. Der Zugriff auf die Dokumente ist kostenlos, die gewünschten Dokumente stehen in der Regel innerhalb einer Woche zur Verfügung.

Eine weitere Datenbank befindet sich zurzeit im Aufbau: HelveticArchives. Ziel dieser Datenbank ist es, sämtliche Dokumente, die nicht im Gesamtkatalog der NB (Helveticat) aufgenommen sind, zu sammeln, zu ordnen und zugänglich zu machen. Bei diesen Dokumenten handelt es sich um:

– Graphische Sammlung: Repräsentative Auswahl von Fotos von Schweizer Persönlichkeiten (verfügbar ab August 2008);

– Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege (EAD): gegen 8000 Einträge mit Fotos;

– Schweizerisches Literaturarchiv: ca. 2500 Dokumente aus dem Fotobestand von Annemarie Schwarzenbach;

– Information Schweiz plus (ISplus): Adressen von Bibliotheken, Archiven, Museen und weiteren Organisationen in der Schweiz;

– Repertorium der handschriftlichen Nachlässe: Inhaltsverzeichnis.

Das Projekt befindet sich auf gutem Weg, eine Testdatenbank wird vorbereitet, und es ist vorgesehen, den externen Online-Zugriff im Verlauf des Jahres 2008 zu ermöglichen.

Der Fotobestand von Annemarie Schwarzenbach, die am 23. Mai 100 Jahre alt geworden wäre, soll vollumfänglich digitalisiert werden (Projekt Memoriav).

Und last, but not least: HelveticArchives soll für die Archivbestände (Kunstgegenstände, Bilder, Zeichnungen, Malereien, Handschriften, Briefe, Fotos, Objekte, Akten, Pläne etc.) dasselbe werden, was Helveticat für die Publikationen ist.

Internationale Portale

Die NB ist daran interessiert, Synergien zu nutzen. Sie arbeitet deshalb im Bereich Digitalisierung auf internationaler Ebene ganz bewusst in und mit anderen Projekten und Partnern mit. Geneviève Clavel-Merrin hat anlässlich ihres Referats an der Genfer Buchmesse darauf hingewiesen, dass eine derartige Zusammenarbeit ein absolutes Muss sei. Dank der Kooperation können Doppelspurigkeiten vermieden und Kompetenzen und Wissen gemeinsam genutzt und ausgetauscht werden. Zudem kann der Zugriff auf die Sammlungen erweitert werden, dadurch erfahren die Sammlungen eine Wertschätzung, die über die Landesgrenzen hinausreicht.

So sucht die NB etwa die Zusammenarbeit mit den europäischen Nationalbibliotheken, insbesondere via The European Library und deren Portal www.theeuropeanlibrary.org. Sie unterstützt zudem die Kooperation zwischen europäischen Bibliotheken, Museen und Archiven (Projekt EUROPEANA – www.europeana.eu). Wie weit das Engagement der NB bei EUROPEANA gehen soll, ist noch Gegenstand von Abklärungen. Die NB sieht zurzeit vor, sich mit Bildern, Zeitungen und Büchern am Projekt zu beteiligen, u.a. zu Themen wie Städte, Reisen und Tourismus.

Ein weiteres Beispiel für eine Zusammenarbeit auf internationaler Ebene: die Zusammenarbeit zwischen französischsprachigen Nationalbibliotheken. Ein Portal, das der französischsprachigen Presse gewidmet ist, wird zurzeit gerade realisiert. Der Kongress des Réseau francophone des Bibliothèques nationales numériques (RFBNN) (Französischsprachiges Netzwerk von digitalisierten Nationalbibliotheken), der im Herbst 2008 in Québec stattfinden wird, sollte eine Erweiterung dieser Zusammenarbeit ermöglichen.

Bilanz und Ausblick

Das Digitalisierungsprojekt der NB ist somit gut angelaufen. Die in der Strategie 2007–2001 definierten Ziele sollten fristgerecht erreicht werden:

– Aufgrund der Bedürfnisse der Hauptnutzungsgruppen wird die Digitalisierungspolitik festgelegt, und anschliessend

– wird das Angebot entsprechend entwickelt.

Kontakt: liliane.regamey@nb.admin.ch

Digicoord: eine Informationsplattform zur Digitalisierung in den Schweizer Bibliotheken

Die Schweizerische Nationalbibliothek (NB) und der Westschweizer Bibliotheksverbund (RERO) stellen den Schweizer Bibliotheken mit «Digicoord» eine Plattform für den Informationsaustausch über die Digitalisierung zur Verfügung unter www.digicoord.ch.

Digicoord hat zum Ziel, die Profis über den Stand der Digitalisierungsprojekte der Schweizer Bibliotheken zu informieren – gleich, ob diese im Stadium von Absichtserklärungen oder in Umsetzung oder bereits realisiert sind – und den Erfahrungsaustausch auf diesem Gebiet zu ermöglichen. Digicoord listet ausserdem die digitalisierten Sammlungen der Bibliotheken auf und erleichtert den Zugang für die Benutzer/innen.

Die Projektverantwortlichen finden darauf auch eine Auswahl von bewährten Praktiken zur Projektorganisation, den Formaten, den Metadaten usw. Die Plattform bietet konkrete Beispiele von Ausschreibungen für das Digitalisieren, die Texterkennung und die Segmentierung der Dokumente.

Die Rubrik «FAQ» listet die Adressen der wichtigsten Dienstleistungsanbieter in der Schweiz und weltweit auf. Digicoord ist ein kostenloser, öffentlich zugänglicher Dienst, der als eine Plattform in Entwicklung konzipiert ist. Die NB hat hier die verfügbaren Informationen platziert, doch die aktive Beteiligung der anderen Schweizer Bibliotheken ist unverzichtbar, damit das Werkzeug interessanter wird. Wir laden Sie deshalb ein, ein Benutzungskonto einzurichten (Link «Login»). Mit dem Login, das Sie erhalten werden, können Sie Informationen über Ihre Projekte platzieren und à jour bringen und sich am Forum beteiligen.

Die Seiten «Best Practices» und «FAQ» werden in einer ersten Phase von den AdministratorInnen der Site unterhalten. Ihre Vorschläge, Korrekturen und Beispiele für bewährte Praktiken oder andere Dokumente nehmen wir gerne entgegen, um die Datenbank damit anzureichern (mailto: contact@digicoord.ch).

Digicoord, la piattaforma d’informazione sulla digitalizzazione nelle biblioteche svizzere

La Biblioteca nazionale svizzera (BN) e la rete delle Biblioteche della Svizzera occidentale (RERO) mettono a disposizione delle biblioteche svizzere la piattaforma di informazione e condivisione di conoscenza sulla digitalizzazione «Digicoord» (www.digicoord.ch). 

Digicoord ha lo scopo di informare i professionisti sugli sviluppi dei progetti di digitalizzazione – che siano in fase di analisi, in corso o realizzati – e di favorire lo scambio di esperienze in questo campo. Digicoord censisce anche le collezioni digitalizzate delle biblioteche e ne facilita l’accesso agli utenti. Gli incaricati dei progetti troveranno altresì una selezione delle pratiche in materia d’organizzazione dei progetti, dei formati, dei metadati ecc.

La piattaforma fornisce esempi concreti di gare d’appalto per le operazioni di digitalizzazione, la riconoscenza dei caratteri e la segmentazione dei documenti. Una rubrica «FAQ: domande frequenti» elenca gli indirizzi dei principali fornitori di servizi in Svizzera e nel mondo.

Digicoord è un servizio gratuito, accessibile per il pubblico e concepito come una piattaforma evolutiva. La BN trasmette a codesta piattaforma le informazioni che possiede, ma affinché rimanga sempre uno strumento interessante, la partecipazione attiva delle biblioteche svizzere è indispensabile. Vi invitiamo ad aprire un conto utente (link «Identificazione»). Il vostro login vi permetterà di trasmettere e di aggiornare le informazioni sui vostri progetti e di partecipare al forum.

Le pagine «Best Practices» e «FAQ» sono gestite in un primo tempo dagli amministratori del sito. Suggerimenti, correzioni, esempi di prassi migliori o altri documenti sono benvenuti per arricchire le informazioni di base (indirizzo: contact@digicoord.ch).

Una precisione: la piattaforma esiste attualmente soltanto in francese e in tedesco. Una versione in italiano non è prevista per il momento, perché mancano le forze umane per mantenerla. Presentiamo le nostre scuse ai visitori di lingua italiana e speriamo che ci troveranno, nonostante tutto, informazioni interessanti. 

Digicoord: plateforme d’information et d’échange sur la numérisation

La Bibliothèque nationale suisse (BN) et le Réseau des bibliothèques de Suisse occidentale (RERO) mettent à disposition des bibliothèques suisses une plateforme d’échange et d’information sur la numérisation, «Digicoord», www.digicoord.ch

Digicoord a pour but d’informer les professionnels sur l’état des projets de numérisation des bibliothèques suisses – qu’ils soient au stade d’une intention, en cours ou réalisés – et de permettre l’échange d’expériences dans ce domaine. Digicoord recense également les collections numérisées dans les bibliothèques et en facilite l’accès pour les usagers des bibliothèques.

Les chargés de projets y trouvent aussi une sélection de meilleures pratiques en matière d’organisation de projet, de formats, de métadonnées, etc. La plateforme fournit des exemples concrets d’appel d’offres pour la numérisation, la reconnaissance de caractères et la segmentation des documents.

Une rubrique «Foire aux questions, FAQ» liste les adresses des principaux fournisseurs de services, en Suisse et dans le monde. Digicoord est un service gratuit, accessible publiquement et conçu comme une plateforme évolutive. La BN y a déposé les informations dont elle dispose, cependant la participation active des bibliothèques suisses est indispensable pour que l’outil gagne en intérêt. Nous vous invitons donc à créer un compte utilisateur (lien Identification). Le login que vous obtiendrez vous permettra de déposer et de mettre à jour l’information sur vos projets et de participer au forum.

Les pages «Best Practices» et «FAQ» sont, dans un premier temps, gérées par les administrateurs du site. Vos suggestions, corrections, exemples de meilleures pratiques ou autres documents sont les bienvenus pour enrichir ces informations de base (adresse: contact@digicoord.ch).

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