Commentaires Résumé
Retour à la vue d'ensemble

Die Gestaltung macht's – Tagungsband des österreichischen Bibliothekartags

Commentaires Résumé

Bauer, Bruno, Ferus, Andreas, Pauser, Josef (Hrsg.): Offen(siv)e Bibliotheken: Neue Zugänge, neue Strukturen, neue Chancen. 32. Österreichischer Bibliothekartag, Wien, 15.–18. September 2015 (Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 14), Wolfgang Neugebauer Verlag GesmbH: Graz-Feldkirch 2016, 339 Seiten, ISBN 978-3-85376-294-3

Unter dem Titel Offen(siv)e Bibliotheken: Neue Zugänge, neue Strukturen, neue Chancen legen die Herausgeber Bruno Bauer, Andreas Ferus und Josef Pauser einen neu strukturierten und gestalteten Tagungsband zum 32. Österreichischen Bibliothekartag vor, der vom 15. bis 18. September 2015 an der Universität Wien stattfand. Die Publikation bietet mit 29 Beiträgen einen Querschnitt durch die Themenkreise «Openness», «Zukunft gestalten», «Offensive Bibliothekarinnen», «Bewahren & präsentieren», «Erwerben & sichtbar machen» sowie «Masse und Individualität». 

Einige Besonderheiten fallen den geneigten Leserinnen und Lesern des Tagungsbandes auf: 

  • Der Inhalt der Beiträge liegt zwar in der Verantwortung der eingeladenen Referentinnen und Referenten. Trotzdem hätten die Herausgeber auch bei einem grosszügigen Verständnis für ihre Aufgabe bei gewiss unfreiwillig hingeschriebenen Allgemeinplätzen einschreiten sollen. So fallen etwa im Beitrag von Michael Birkner Sätze wie «Wie wir alle wissen, ist eine Bibliothek ständig im Wandel» (S. 244) oder im Beitrag von Martin Roland der Satz «Wir müssen (uns) immer bewusst sein, dass unser persönliches Urteil von Zeitmoden bestimmt ist und natürlich nicht objektiv sein kann» (S. 162).
  • Wieso ein Beitrag wie derjenige von Christina Köstner über Bibliothekarinnen an wissenschaftlichen Bibliotheken in Österreich im Kapitel überNS-Provenienzforschung veröffentlicht wird, ist nach der Lektüre nicht ganz nachvollziehbar, geht es doch darin hauptgegenständlich um Karrieren von Frauen im Bibliothekswesen Österreich auch, aber nicht nur während der NS-Zeit.

Es gibt aber auch gute und sehr lesenswerte Beiträge wie der Beitrag «BAM Austria» von Harald Weigel oder derjenige von Karin Melloni zum Thema «Webinar», um nur zwei Beiträge beispielhaft hervorzuheben.

Eine grosse Stärke des Buches ist seine strukturelle und farbliche Gestaltung, die Vorbildcharakter auch für andere Tagungsbände haben kann und den guten Überblick über den Bibliokthekartag in Wien unterstützt.

Hollaender Stephan 2016

Stephan Holländer

Stephan Holländer unterrichtet als Lehrbeauftragter an der HTW Chur und an der HEG Genève. Als Beauftragter für Weiterbildung BIS ist er für das Weiterbildungsprogramm des Bibliotheksverbandes BIS verantwortlich.
Daneben bietet er mit seiner eigenen Firma umfassende Beratung für die Bereiche Archiv, Bibliothek, Dokumentation und Wissensorganisation an.
Stephan Holländer war viele Jahre Mitglied der Redaktion von arbido.  Heute publiziert er noch gelegentlich für arbido, wie auch für den deutschen Online-Nachrichtendienst Password Online sowie die deutsche Zeitschrift Bit Online

Commentaires

*Pflichtfeld