Commentaires Résumé
2009/3 Digitale Dienstleistungen als Herausforderung in I&D

Web 2.0 und Mittelschulmediotheken

Commentaires Résumé

Im Rahmen einer Masterarbeit an der HTW Chur beschäftigte ich mich mit dem möglichen Einsatz von Web 2.0 in Mittelschulmediotheken am Beispiel der Mediothek der Neuen Kantonsschule Aarau (NKSA).

Die Mediothek der NKSA

Die NKSA ist eine von zwei Mittelschulen in Aarau. Sie bietet sowohl ein vierjähriges Gymnasium als auch eine dreijährige Fachmittelschule (FMS) an. Etwas mehr als 100 Lehrpersonen unterrichten ca. 750 SchülerInnen. Die Mediothek befindet sich im Untergeschoss des 1989 erstellten Neubaus und wurde im Herbst 2008 umgebaut und modernisiert.

Die grosszügigen Räumlichkeiten verfügen über zahlreiche Internet-Anschlüsse und werden insbesondere über Mittag gerne als Lern- und Aufenthaltsort benutzt. Die Mediothek wird von zwei BibliothekarInnen betreut, die sich 100 Stellenprozente teilen. Die NKSA-Mediothek ist Teil des Aargauer Bibliotheksnetzes (ABN), das mit Aleph arbeitet und assoziiertes Mitglied des Informationsverbundes Deutschschweiz (IDS) ist.

Web 2.0 in Mediotheken

Seit Tim O’Reilly 2005 mit seinem Artikel «What is Web 2.0» den Begriff populär gemacht hat, ist eine Vielzahl von Fachliteratur zum Thema publiziert worden, auch für Anwendungen im Bibliotheksbereich. Eine Umfrage via E-Mail bei den Deutschschweizer Mittelschulmediotheken zum Thema ergab, dass Web 2.0 bis jetzt aber noch kaum aktiv in der täglichen Arbeit eingesetzt wird, obwohl die meisten MediothekarInnen bereits Weiterbildungen zum Thema besucht haben.

Ist das Thema Web 2.0 überhaupt wichtig und relevant für Mediotheken der Sekundarstufe II? Können Social-Web-Angebote mit einem kleinen Mediotheksteam sinnvoll in der Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz eingesetzt werden, und kann das Mediotheksangebot mittels Web 2.0 schülergerecht vermittelt werden?

Interviews

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, führte ich Interviews sowohl mit Lehrpersonen als auch mit SchülerInnen, den ICT-Verantwortlichen und der Schulleitung der NKSA durch. Die Gespräche ergaben, dass verschiedene Lehrkräfte mit den SchülerInnen Unterrichtsinhalte in Form von Wikis erarbeiten. Gerne werden auch Podcasts mit MP3-Playern produziert, die in der Mediothek ausgeliehen werden können. Im Rahmen des Infcom-Unterrichts (eines seit 2006 existierenden speziellen Lehrgangs an der NKSA zum Thema Informatik und Kommunikation) werden Social Websites in der Art von Myspace und Facebook mittels dynamischer Web-Programmierung programmiert.

Vermittlung von Informations­ und Medienkompetenz 

Im Projektunterricht werden Youtube-Filme produziert, unter anderem zur Werbung für die Angebote der Schule. Die Interviews mit SchülerInnen und Lehrkräften ergaben, dass sie Begriffe wie Podcast, Blog, Wikipedia und Facebook bestens kennen und die Angebote zum Teil auch selber nutzen, ihnen jedoch Begriffe wie Web 2.0, RSS, Gadgets und Delicious nicht geläufig sind. Hier besteht also ein Schulungspotential, das seitens der Mediothek ausgeschöpft werden kann. Grundsätzlich zeigen die SchülerInnen als Digital natives in den Interviews Web 2.0-Themen gegenüber keinerlei Berührungsängste und eine sehr positive Einstellung, während die Lehrkräfte als Digital immigrants diesen Themen gegenüber z.T. eine eher reservierte Haltung einnehmen. Im Schulunterricht ist bei Plattformen wie Facebook und Youtube auch der Datenschutz ein Thema, weshalb hier geschützte Lernplattformen wie Educanet2 oder Moodle klare Vorteile bieten.

Konsequenzen für die Mediotheksarbeit 

Was kann aus den Interviews für die Mediotheksarbeit abgeleitet werden? Web 2.0 wird von den SchülerInnen, der Hauptgruppe der MediotheksnutzerInnen positiv wahrgenommen und kann deshalb für die Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz gewinnbringend eingesetzt werden. Sowohl SchülerInnen wie auch Lehrpersonen haben noch kaum personalisierte Startseiten wie sie z.B. auf iGoogle oder Pageflakes erstellt werden können. Für die Recherchearbeit können diese jedoch wertvolle Hilfestellung bieten, da sie nach den eigenen Bedürfnissen z.B. mit Katalogwidgets ausgestattet werden können. Auch RSS-Feedreader (z.B. auf iGoogle oder Bloglines) mit abonnierten Fremdsprachen-Podcasts, dem «Echo der Zeit» von DRS 2 oder Blogs zu Unterrichtsinhalten werden noch kaum eingesetzt. Das diesbezügliche Interesse ist laut der Umfrage jedoch vorhanden.

Bei den Lehrkräften bestehen grosse Unterschiede im Bereich der Computer Skills. Während die einen Computerprofis sind, sind andere weniger computergewandt. Für interessierte Lehrkräfte wird in der NKSA-Mediothek demnächst eine Reihe von ca. drei Modulen zu Web 2.0-Themen gestartet. Während ca. ein bis eineinhalb Stunden werden in Gruppen entsprechende Inhalte vorgestellt und ausprobiert. Die Lehrkräfte können dann später als Multiplikatoren ihr Wissen weitergeben.

Zur Medienkompetenz gehört auch das Thema Datenschutz. Auf sozialen Websites sollten keine Details preisgegeben werden, die sich z.B. bei einer späteren Stellenbewerbung als nachteilig erweisen können.

Delicious-­Linkliste im Immersions­ unterricht 

Bereits erfolgreich getestet wurde in der Mediothek im Rahmen einer Benutzerschulung der Einsatz einer Delicious-Linkliste zu rechercherelevanten Websites.

Die NKSA führt eine englischsprachige Immersionsklasse, die im Lauf des nächsten Jahres ins International Baccalaureate (IB) überführt wird. Im auf Englisch abgehaltenen IB-Unterricht wird dem selbständigen Erarbeiten von Inhalten besonderes Gewicht beigemessen. So schreiben die Schüler z.B. im Geschichtsunterricht zu einem selbst gewählten Thema eine Arbeit auf Englisch, zu der mindestens zwei englischsprachige Geschichtsbücher gelesen werden müssen. Zur Literaturrecherche kommen die Schüler während einer Doppellektion in die Mediothek. Als Hilfsmittel wird eine Delicious-Linkliste mit geeigneten Links für die Recherche englischsprachiger Literatur eingesetzt.

Der Vorteil einer solchen dynamischen Linkliste gegenüber einer gedruckten liegt auf der Hand: Sie kann gleichzeitig von allen SchülerInnen an verschiedenen PCs benutzt werden, ist auch während der Benutzerschulung noch ergänzbar und interaktiv: Die SchülerInnen können sich selber eine Delicious-Linkliste anlegen und sie mit der Mediotheksliste verknüpfen. Der Einsatz von Tags erleichtert gegenüber einer konventionellen Linkliste schliesslich den Zugriff auf die Inhalte.

Facebook

Eine Stichwortsuche auf Facebook ergibt, dass schätzungsweise zwischen 70 und 80% der Schüler ein Konto haben und dieses auch regelmässig benutzen. In den Interviews mit den SchülerInnen wurde klar, dass sie sich weitaus öfter auf Facebook aufhalten als auf der Schulhomepage. Es liegt also nahe, ergänzend zu den bereits existierenden NKSA-Facebook-Gruppen eine Mediotheks-Facebook-Gruppe zu gründen, auf der auch auf den Mediothekskatalog und auf die Homepage verlinkt wird. Der Vorteil eines solchen Angebots liegt im Sinn des Schlagwortes «Bibliothek 2.0» in der den Schülern vertrauten Umgebung. In der NKSA ist der Zugang zu Facebook und Youtube nicht wie in gewissen anderen Mittelschulen gesperrt, gerade auch weil diese Plattformen teilweise für den Schulunterricht eingesetzt werden.

Youtube

Youtube wird je länger, desto mehr nicht nur zur Unterhaltung genutzt, sondern auch für die Unterrichtsgestaltung. Wer die Rede von Martin Luther King «I have a dream» sucht, muss nicht unbedingt das entsprechende DVD-Video in der Mediothek ausleihen, sondern kann die Rede auch auf Youtube streamen oder herunterladen. (Dieses Video wurde weltweit bereits über 7 Millionen Mal angesehen.) Es gibt auch eigene Kanäle für Bildungsinhalte wie z.B. TeacherTube, wo u.a. LehrerInnen ihre Unterrichtslektionen präsentieren können.

Im Rahmen des Projektunterrichts sowie im Infcom-Unterricht werden an der NKSA regelmässig Youtube-Filme produziert. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Lehrkräften und den SchülerInnen wird demnächst ein Youtube-Film erstellt, der die NKSA-Mediotheksbenutzung zum Thema hat. Neueintretende SchülerInnen können sich so schon vor der Mediothekseinführung kundig machen, z.B., wie sie sich mit ihrem Laptop in der Mediothek ins Internet einklinken können oder wie ein Buch ausgeliehen wird, wenn die Mediothekarin gerade nicht da ist. Damit das Resultat möglichst gut wird, findet das Ganze im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs statt. Das Erklären von SchülerInnen für SchülerInnen ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zur Mediothek.

Wikipedia

Wikipedia ist sowohl bei SchülerInnen als auch bei Lehrpersonen ein beliebtes Nachschlagewerk. Die Suche nach Schweizer Mittelschulen fördert jedoch ein unvollständiges Bild zutage: Während einige Mittelschulen bereits über sehr ausführliche Wikipedia-Artikel verfügen, sucht man andere vergebens. Das Informationspotential eines Wikipedia-Artikels liegt jedoch auf der Hand: Wo sonst kann ich mich so einfach über die Schulgeschichte informieren? Gerade in Zeiten eines vermehrten Vergleichs (z.B. das umstrittene ETH-Ranking vom Januar 2009) und bei der Klärung der Frage, welche Mittelschule den eigenen Bedürfnissen am besten entspricht, kann ein solcher Eintrag hilfreich sein.

Bis jetzt gehen Mittelschulen in der Öffentlichkeitsarbeit überwiegend noch traditionelle Wege: SchülerInnen und Eltern informieren sich jedoch nicht nur via offizielle Homepage und Elternabende, sondern auch auf sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook, Youtube und Wikipedia. Somit lohnt es sich, als Schule und als Mediothek auf diesen Plattformen präsent zu sein. Wie oft entsprechende Angebote genutzt werden, zeigt ein knapp vierminütiger Youtube-Clip, der im Rahmen des NKSA-Projektunterrichts entstanden ist. Er stellt die Schule vor und ist in kurzer Zeit bereits über 2000 Mal angeklickt worden.

Im Kanton Aargau verfügen zwei von sechs Mittelschulen (die Alte Kantonsschule Aarau und die Kantonsschule Baden) über z.T. sehr ausführliche Wikipedia-Artikel. Für die NKSA ist im Rahmen einer Maturaarbeit ein Wikipedia-Artikel zur Schulgeschichte geplant.

LibraryThing

LibraryThing als kollaborative Katalogisierungs-Website kann für eine Schulmediothek u.a. dazu verwendet werden, um Neuerwerbungen bekannt zu machen. Via Datenübernahme werden die Katalogisierungsdaten aus Worldcat übernommen. Im Unterschied zum Aleph-Bibliothekskatalog können hier Rezensionen hinzugefügt werden und die Neuheiten via RSS abonniert werden. Die Katalogdaten sind in der Regel mit dem farbigen Buchcover versehen und mit Hilfe von Tags leicht auffindbar. LibraryThing wird somit zu einer Art Schaufenster der Mediothek, welches als Widget mit dem von LibraryThing erzeugten HTML-Code in die eigene Homepage integriert werden kann.

Fazit

Heutige Schüler wachsen mit dem Computer auf, weshalb für sie der Gebrauch von Wikipedia, Facebook und Youtube ganz normal und vertraut ist. Web 2.0-Technologien wie Wikis und Podcasts werden in Mittelschulen schon seit längerem eingesetzt.

Die Schulmediothek kann Informationskompetenz mit jenen Web 2.0-Technologien vermitteln, die für die Informationssuche nützlich sind. Ein persönlicher RSS-Feedreader oder eine eigene Delicious-Linkliste ist sowohl für Lehrpersonen als auch für SchülerInnen praktisch und hilfreich. 

Für die Bekanntmachung des Mediotheksangebotes ist es sinnvoll, auf Facebook in Form einer eigenen Gruppe präsent zu sein. Es bietet sich an, Web 2.0-Elemente in die Homepage einzubinden (z.B. in Form eines LibraryThing-Widgets) oder darauf zu verlinken.

Web 2.0-Plattformen befinden sich in ständiger dynamischer Weiterentwicklung, weshalb oftmals vom Zustand des Perpetual Beta gesprochen wird. Dieses Prinzip kann auch auf die Mediotheksarbeit übertragen werden: Es lohnt sich, trotz beschränkter Personalressourcen Schritte in Richtung Web 2.0 zu unternehmen, ohne von Anfang an gleich Perfektion anzustreben. Im Lauf der Benutzung kann das Ganze immer noch verbessert werden. Das Pareto-Prinzip gilt auch hier: Zwanzig Prozent des Aufwandes ergibt bereits achtzig Prozent der Wirkung.

Nicht zuletzt bieten der Austausch und die Vernetzung von Web 2.0-Angeboten mit anderen Mediotheken in der Region mögliche Anknüpfungspunkte für die Nutzung von Synergien.

Weiterführende Literatur:

Alby, Tom (2008): Web 2.0. Konzepte, Anwendungen, Technologien. 3., überarb. Aufl. München: Hanser.

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Farkas, Meredith G. (2008): Social software in libraries. Building collaboration, communication, and community online. Medford N.Y.: Information Today.

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Godwin, Peter (2008): Information literacy meets Library 2.0. London: Facet.

Griesebaum, Joachim: Partizipative Kooperation in und durch Web 2.0. Potenziale für Wissensmanagement und Fach-Informationsdienste und die Frage nach den Auswirkungen auf die Arbeitswelt von Information Professionals. In: Informationskompetenz – Schlüsselqualifikation für Spezialisten, Notwendigkeit für Nutzer = Culture informationelle – une compétence-clé des spécialistes, une nécessité pour les usagers. Arbido, Ausgabe 4, 14.12.2007, S. 40–47.

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Kroski, Ellyssa (2008): Web 2.0 for Librarians and Information Professionals. New York: Neal-Schumann.

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Palfrey, John; Gasser, Urs (2008): Generation Internet. Die Digital Natives. Wie sie leben, was sie denken, wie sie arbeiten. München: Hanser.

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Tapscott, Don (2009): Grown up digital. How the net generation is changing your world. New York: McGraw Hill.

ETH-Ranking zu Gymnasien nicht nur negativ. Rund ein Drittel sieht positive Auswirkung auf Bildungsqualität. NZZ online, 13.7.2009. Im Internet unter: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/eth-ranking_zu_gymnasien_nicht_nur_negativ__1.3023743.html [zuletzt abgefragt am 16.7.2009].

Im Artikel besprochene Websites 

http://www.bloglines.com 

http://delicious.com 

http://de-de.facebook.com 

http://www.google.de 

http://www.librarything.de 

http://teachertube.com 

http://de.wikipedia.org 

http://www.youtube.com/?gl=DE&...

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Christoph Steiner

Diplombibliothekar, Mediothek der Neuen Kantonsschule Aarau

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Résumé

L’auteur s’est penché, dans le cadre d’un travail de master à la HTW de Coire, sur l’utilisation possible du Web 2.0 dans les médiathèques de collèges en prenant l’exemple de la nouvelle école cantonale d’Aarau (NKSA). Les étudiants d’aujourd’hui grandissent avec l’ordinateur, utilisent sans problème Wikipedia, Facebook et Youtube, tandis que les technologies Web 2.0 comme les wikis et les podcasts sont utilisées depuis longtemps dans les collèges. La médiathèque scolaire peut, avec les technologies Web 2.0, transmettre une compétence spécifique, utile pour la recherche d’informations. Un feedreader RSS personnel ou une liste de liens Delicious est pratique aussi bien pour les enseignants que pour les étudiants. Les plates-formes Web 2.0 sont en constant développement, au point que l’on parle souvent d’un état de «perpetual beta». Un principe qui peut également être repris pour le travail des médiathèques: il vaut la peine, malgré des ressources limitées en personnel, d’avancer dans le sens du Web 2.0, sans pour autant viser la perfection dès le début. Le tout peut en effet être amélioré au fur et à mesure de l’utilisation. Le principe de Pareto s’applique également ici: 20% de l’énergie dépensée produit déjà 80% du résultat.