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2007/2 New Library World – Was gibt es Neues in den schweizerischen Bibliotheken?

Potentiale einer engen Zusammenarbeit zwischen eLearning Support, Hochschuldidaktik und Bibliothek eLearning an der Universität St. Gallen

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Die Universität St. Gallen zeichnet sich im Vergleich zu den anderen Schweizer Universitäten weniger durch eine besondere Technikaffinität als vielmehr durch eine zukunftsorientierte und pragmatische Haltung aus. Die heute weitreichende Nutzung neuer Medien an der Universität geht denn auch weniger zurück auf eine Vielzahl von «Bottom Up»- Initiativen als auf einen koordinierten Prozess, an dessen Anfang eine didaktische Vision stand.

eLearning im Dienste des selbstverantwortlichen Lernen

Verhältnismässig früh, mit Beginn des Wintersemesters 2001/2002, hat die Universität St. Gallen mit der Implementierung einer Bologna-konformen Neukonzeption der Lehre begonnen, so dass heute bereits der zweite Jahrgang von Masterstudierenden die Universität verlässt, welcher komplett nach dem neuen System studierte.

Diese Neukonzeption baut auf drei Stufen (Assessment, Bachelor, Master) und drei Säulen (Kontakt-, Selbst- und Kontextstudium). Das sogenannte Kontextstudium trägt der Tatsache Rechnung, dass angesichts wachsender Ansprüche der Praxis an die geistige Flexibilität und interkulturelle Qualifikationen der Universitätsabsolventen eine reine Fachausbildung nicht mehr genügt.

Das eigentliche Fachstudium wird im Kontakt- sowie im Selbststudium absolviert. Die starke Gewichtung des Selbststudiums mit einem verpflichtenden Umfang von 25% des Studien- und Prüfungsvolumens hat zur Konsequenz, dass die Studierenden im Vergleich zu früher weniger Zeit in Vorlesungen und Übungen verbringen; sie sind dafür häufiger mit der selbstorganisierten Erarbeitung und Vertiefung von Studieninhalten beschäftigt.

Verglichen mit der bisherigen Studienpraxis stellt dies, nicht nur in St. Gallen, eine markante Veränderung im Studiensystem dar. Sie bricht in gewisser Weise mit den Gewohnheiten – sowohl der Studierenden als auch der Dozierenden. Die Hervorhebung dieser Studienform als eigenständige Gestaltungseinheit verbindet sich mit dem Anspruch, in besonderer Weise Studienziele wie Selbstlern-, Medien- und Teamkompetenz zu betonen und zu fördern, die in der traditionellen Universitätslehre nicht ausreichend gefördert wurden.

In der konkreten Ausgestaltung des Selbststudiums sind die Dozierenden relativ frei, um entsprechend den eigenen Vorstellungen und disziplinspezifischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Dadurch ist eine Vielfalt an Formen entstanden (Selbststudium zur Vertiefung oder Einüben von Fachinhalten, zur selbstständigen Erarbeitung eines in sich geschlossenen Themenbereichs, etc.), welche das gemeinsame Ziel verfolgen, die Studierenden stärker in Richtung eines selbstständigen und selbstverantwortlichen Lernens zu aktivieren.

Die eLearning-Plattform StudyNet wurde primär mit dem Ziel aufgebaut, die Studierenden im Selbststudium durch neue Wege der Inhaltsvermittlung sowie durch neue Formen der mediengestützten Interaktion zwischen Dozierenden und Studierenden und den Studierenden untereinander zu unterstützen.

Durchdringung der universitären Lehre mit eLearning

Die deutlichste Änderung des Studienalltags durch die neuen Medien erfahren die Studierenden in St. Gallen durch die weit verbreitete Nutzung der Lernplattform StudyNet. Die Anbindung der Plattform an die administrativen Systeme ermöglicht es den Studierenden, über die Plattform direkt eine Übersicht der gewählten Kurse im entsprechenden Semester mit vielfältigen Informationen zum Kursablauf und weiteren Kursmaterialien aufzurufen. Dies erlaubt den Dozierenden auch Zugriff auf eine aktuelle Teilnehmerliste und bietet die Möglichkeit, direkt aus dem System per Mail mit den Studierenden Kontakt aufzunehmen.

Während eine solche «Webpräsenz» einer Veranstaltung in St. Gallen heute dem Standard entspricht (in ca. 70% der Kurse), erfolgt die Nutzung weiterer Funktionalitäten wie der Verwendung von Diskussionsforen, der Entwicklung von Selbsttests oder der multimedialen Aufbereitung von Lerninhalte nur langsam. Die Gründe dafür sind vielfältig:

– Der Aufbau von eLearning stellt eine weitere zeitintensive Aufgabe im breiten Portfolio eines Dozierenden dar, welcher häufig nicht die höchste Priorität zukommt (vielleicht auch nicht zukommen sollte).

– Es ist auch die Erfahrung der Universität St. Gallen, dass das Realisieren von didaktischen Mehrwerten häufig nicht nur zeitaufwändig ist, sondern auch in besonderem Masse Kompetenzen der Dozierenden erfordert, die häufig nicht einfach vorausgesetzt werden können.

– Mit der Einführung des Bologna-Systems ist durch die Vielzahl an Prüfungsleistungen auch der Druck auf die Studierenden bereits während des Semesters gestiegen, so dass die bestehenden eLearning Angebote von Seiten der Studierenden einer kritischen Prüfung hinsichtlich des potentiellen Nutzens unterzogen werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass gemäss den Erfahrungen der Universität St. Gallen eine Nutzung neuer Medien, welche die Qualität des Lernens direkt in positiver Weise beeinflusst, keinen Selbstläufer darstellt.

Initiativen tragen erste Früchte

Dass aber die Lehre durch innovative Nutzungsszenarien von eLearning an Qualität gewinnt, sei an wenigen Beispielen aufgezeigt:

- In der Einführungsveranstaltung in die BWL wurden Multimediafallstudien entwickelt, welche den Studierenden Einblick in den Alltag eines Unternehmens gewähren. Während eine Betriebsbesichtigung mit 900 Studierenden nicht realistisch ist, können sie sich im Selbststudium mit dem Videomaterial in die Materie vertiefen und mittels Selbsttests überprüfen, ob sie die Kernaspekte erfasst haben.

–  Im Fach Makroökonomik stellt der Dozent Simulationen für die Vertiefung komplexer Zusammenhänge zur Verfügung1.

– Für die grundlegende Veranstaltung «Lernen und wissenschaftliches Arbeiten» auf der Assessmentstufe wurde die Website http:/www.studycube.ch aufgebaut, welche den Studierenden im gesamten Studium als eine wichtige Anlaufstelle für Fragen des Lernens, des Recherchierens und des Schreibens dient. Hier ist auch die Nutzung von Bibliotheksressourcen ein Thema.

Auch wenn zur Verwirklichung einer aktiven und selbstverantwortlichen Lernkultur noch ein langer Weg zu gehen ist, wurde das St. Galler Konzept im Herbst 2006 mit dem Medidaprix in der Kategorie Hochschulentwicklung ausgezeichnet2. Insbesondere der kontinuierliche Verbesserungsprozess, der durch systematische Evaluation die Optimierung des Gesamtkonzepts anleitet, war dabei ausschlaggebend.

Perspektiven: Was Studierende sich noch wünschen

Als Teil dieses Verbesserungsprozesses kann auch der kürzlich durchgeführte Wettbewerb «Aktiv lernen mit neuen Medien» verstanden werden. Die Studierenden waren aufgefordert, Ideen für ein «gutes» mediengestütztes Selbststudium mit einzubringen. Dies ermöglichte eine breite Diskussion über die Optimierung von Abläufen sowie einen Austausch der Vorstellungen über ein «gutes» Lernen mit neuen Medien. 

Beispielsweise haben Studierende die Entwicklung eines HSG Wiki in Anlehnung an Wikipedia angeregt. Verschiedene Ideenskizzen zielen auf das Schaffen besserer Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit unter den Studierenden, angefangen bei einer Online Lernpartnerbörse, über eine ausgebaute Profilfunktion, die die unzähligen Seminararbeiten verfügbar macht, bis zu einer besseren Zugänglichkeit und Integration der Diskussionsforen in die Lehre. Die Aufzeichnung der Hauptvorlesungen ist eine weitere geäusserte Forderung.

Das von einer aus Studierenden und Dozierenden zusammengesetzten Jury gekürte Siegerprojekt setzt bei einer verbesserten Übersicht über die Selbststudiumsaufgaben an. Ein Online Formular erlaubt es den Studierenden, erledigte Aufgaben «abzuhaken», die aufgewendete Zeit sowie weitere Notizen festzuhalten. Dabei sollen die Studierenden den eigenen Lernprozess bewusster beobachten und steuern, ganz im Sinne des Selbststudiums. Zusätzlich werden Kontrollfragen formuliert. 

Diese während einem Zeitfenster korrekt beantworteten Fragen sollen ausgewertet und in Vergleich mit den anderen Studierenden gesetzt werdenWeiterführende Informationen zum Wettbewerb unter http://www.selbststudium.unisg.....

Die Rolle der Bibliotheken im eLearning

An der Universität St. Gallen nimmt die Bibliothek im eLearning erst seit kurzem eine aktivere Rolle ein. Dass sich ein Engagement für die Bibliotheken im eLearning lohnt, zeigt eine qualitative Untersuchung an Forschungsuniversitäten in den USA (Zellweger Moser, 2007). Die im Vergleich zu den USA hier zu Lande geringere Intensität der Zusammenarbeit zwischen dem Learning Support, der Hochschuldidaktik und der Bibliothek könnte auf folgende Faktoren zurückzuführen sein:

– Im amerikanischen Bachelor Curriculum nehmen die Muttersprache und das Schreiben eine wichtige Rolle ein, so dass sich die Bibliotheken sehr direkt mit Angeboten in die Grundbildung einbringen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass diese Studierenden früher in die Universität eintreten und mehr Unterstützung beim Lernen, Recherchieren und Schreiben von Arbeiten benötigen. In der Schweiz wird dies bereits für die Maturaarbeit gefordert. Einige Universitätsbibliotheken in den USA bieten in Zusammenarbeit mit den einzelnen Abteilungen ihrer Hochschule obligatorische und mit Credits gewürdigte Information Literacy- (oder ähnlich benannte) Kurse für Studierende im ersten, aber auch in fortgeschrittenen Semestern an.

– Diese Bibliotheken sind in der Tendenz auch zentraler organisiert und das hierzulande verbreitete Prinzip der Institutsbibliotheken ist weniger deutlich ausgeprägt. Somit sind meist auch klarere Kompetenzen und Ansprechpartner sichergestellt. Auch physisch stellen diese Bibliotheken einen zentralen Lernraum dar, wo vermehrt auch Computerarbeitsplätze oder manchmal auch Kaffees untergebracht sind. Die Bibliotheken wandeln sich von Leseenklaven zu Begegnungs- und Lernräumen.

Eine engere Zusammenarbeit zwischen eLearning Zentren, der Hochschuldidaktik und der Bibliothek bietet auch Chancen für die Hochschulen in der Schweiz:

– Bei Lehrveranstaltungen braucht es für die Durchführung und Lernkontrolle pädagogisch und fachlich ausgebildetes Personal sowie den Willen der Hochschule, die Bibliothek in solche Veranstaltungen miteinzubeziehen. An der HSG ist die Bibliothek in die Erstsemesterveranstaltung «Lernen und wissenschaftliches Arbeiten» involviert, allerdings im Rahmen von freiwilligen, zusätzlichen Vorlesungen zum Thema «Exzellentes Recherchieren» (seit WS 05/06). Unter diesen Umständen ist es schwierig, die Motivation der bereits stark ausgelasteten Studierenden für ein Zusatzangebot (sei es nun in Form von Vorlesungen oder eines eLearning-Angebots auf StudyNet) zu gewinnen, welches keine Credits gibt und dessen Sinn die Studierenden erst viel später erkennen, nämlich dann, wenn sie – oft erst in fortgeschrittenen Semestern – ihre erste grosse Arbeit schreiben müssen. Das Schulungsangebot der Bibliothek muss unmittelbar für die Studierenden relevant sein und einen Nutzen bringen, damit die nötige Motivation und ein Lernerfolg erzielt werden können. Es wird daher darauf hingezielt, dass die Bibliotheks- und Rechercheeinführungen Teil einer bereits existierenden, im Curriculum verankerten, Lehrveranstaltung (inkl. Benotung und Akkreditierung) werden. Hochschuldidaktiker und eLearning Experten können bei der besseren Verankerung und Vermittlung der Lernangebote der Bibliotheken unterstützend wirken.

Lernplattformen entwickeln sich immer deutlicher zur zentralen Anlaufstelle der Studierenden für die Lehre. Eine direkte Verlinkung von der Lernplattform auf die Kurslektüre oder weiterführende Literatur in der Bibliothek kann die Studierenden zu einer vertieften Auseinandersetzung mit den Ressourcen der Bibliothek anregen und dem Trend zur Google-Suche entgegenwirken. 

– Rund um das eLearning entstehen zudem elektronische Materialien, welche konserviert und archiviert werden sollten, um als Zeitzeugnisse zugänglich zu bleiben. Die Frage, was relevantes Wissen darstellt, muss im Medienzeitalter neu definiert werden. Beispielsweise ist das Massachusetts Institute of Technology dazu übergegangen, die Kursmaterialien, publiziert auf OpenCourseWare3, über DSpace4zu archivieren.

–  Im eLearning ist auch der Austausch und die Wiederverwendung von Lernobjekten ein grosses Thema (z.B. Cohen & Nycz, 2006). Die Bibliotheken verfügen hier über relevantes Know how im Bereich der Metadaten.

–  Auffallend ist letztlich die ausgeprägte Servicekultur der Bibliotheken und die eingespielte Art und Weise, wie diese Dozierende und Studierende effizient zu unterstützen vermögen. Auf der einen Seite können eLearning Gruppen und Hochschuldidaktiker in der Zusammenarbeit mit BibliothekarInnen viel lernen, auf der anderen Seite können die Bibliotheken im Zeitalter der verstärkten Virtualisierung und abnehmenden Laufkundschaft durch die Zusammenarbeit mit dem eLearning Support Dozierende und Studierende über alternative Kanäle ansprechen (Zellweger, 2005). An der Northeastern University koordinieren die unterschiedlichen Supportgruppen ihre Anliegen im Rahmen von Anlässen, Websites und Newslettern und erreichen so eine höhere Aufmerksamkeit bei den Dozierenden. Beispielsweise haben die Bibliotheken im Rahmen des Teaching with Technology Day 2007 einen Endnoteworkshop durchgeführt5

Die Chancen eines verstärkten Engagements im eLearning ist auch in der Schweiz erkannt worden. So gibt es unter den Bibliotheken Bestrebungen, den Stellenwert der Informationskompetenz zu erhöhen. Die Arbeitsgruppe «Informationskompetenz an Schweizer Hochschulen» bemüht sich um den Austausch und die Kooperation zwischen den ver- schiedenen Bestrebungen und Projekten der Hochschulbibliotheken im Bereich «Vermittlung von Informationskompetenz» und eLearning-Projekten.

Auch wenn eLearning die universitäre Lehre nicht – wie um die Jahrtausendwende proklamiert – rasch und grundlegend reformieren wird, so hat es an der Universität St. Gallen trotzdem einen zwar nicht überaus populären aber doch unverzichtbaren Stellenwert eingenommen. Die Herausforderung besteht darin, das Potential für ein qualitativ hochstehendes Lernen zu nutzen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Bibliotheken, eLearning Gruppen und Hochschuldidaktischen Zentren anzustreben.

LITERATUR

–  Cohen, E. B., & Nycz, M. (2006). Learning Objects and E-Learning: an Informing Science Perspective. Interdisciplinary Journal of Knowledge and Learning Objects, 2006(2), 23–24.

–  Zellweger, F. (2005). Subkulturelle Barrieren im eLearning-Support – Erkenntnisse aus amerikanischen Forschungsuniversitäten. In D. Tavangarian & K. Nölting (Eds.), Auf zu neuen Ufern! E-Learning heute und morgen (pp. 147–156). Münster: Waxmann.

–  Zellweger Moser, F. (2007). The Strategic Management of eLearning Support. Findings from American Research Universities (Vol. 39). Münster: Waxmann.

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Franziska Zellweger Moser

Institut für Wirtschaftspädagogik

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Kathrin Heim

Bibliothek Universität St. Gallen

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Résumé

Collaboration étroite potentielle entre l’eLearning Support, le Centre didactique universitaire et la Bibliothèque Depuis 2001, l’Université de Saint-Gall a mis en place un système d’études conforme à la réforme de Bologne: l’apprentissage autonome y est d’une grande importance (25%). Pour soutenir les étudiants dans cette visée, une plateforme eLearning, le «StudyNet», a été créé. Il s’agit non seulement d’un outil pour étudier, mais aussi pour communiquer entre étudiants et professeurs, gérer l’administration des cours, etc. Aujourd’hui, 70% des cours sont représentés sur le StudyNet. Il va de soi que la réalisation d’un cours en ligne pose de nouveaux défis aux professeurs. Depuis la création de StudyNet, l’offre d’eLearning a été améliorée constamment (mul- timedia, etc.). Le développement se fait en collaboration avec les étudiants et montre que l’échange (de connaissances, de travaux réalisés, de questions, etc.) entre étudiants et professeurs et l’organisation du contenu de la plateforme constituent de grands défis dans un proche avenir. Le rôle de la Bibliothèque de l’Université de Saint-Gall au sein de l’eLearning n’est qu’occasionnel pour l’instant. La raison est en partie culturelle, puisque la bibliothèque n’est pas activement intégrée au curriculum, comme c’est par exemple le cas dans beaucoup de bibliothèques américaines. A l’Université de Saint-Gall, la bibliothèque opte pour la collaboration avec l’eLearning Support et le Centre didactique universitaire pour s’intégrer dans l’offre des cours existants: c’est déjà le cas pour le cours «comment étudier et rédiger des travaux scientifiques» au 1er semestre. Cela consiste essentiellement à motiver les étudiants de fréquenter un cours (en salle ou en ligne) facultatif, qui n’apporte pas de «Crédits» et ne donne lieu à aucun examen. Comme le StudyNet est la plateforme centrale des études, la bibliothèque essaye de s’y intégrer afin d’être plus visible. L’échange de différentes connaissances entre le Centre didactique universitaire, l’eLearning Support et la bibliothèque constitue ainsi un bénéfice pour chacun.