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Informationseinrichtungen und Sport

2008 / 3
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2008 / 3 Inhaltsverzeichnis

2008 wird auf sportlicher Ebene durch die beiden Grossereignisse Euro 08 in Österreich und der Schweiz sowie die Olympischen Spiele in Peking geprägt. Grund genug, sich im Bereich Information und Dokumentation umzusehen, wer sich mit dem Thema Sport beschäftigt. Die Schweiz ist Sitz des Interntionalen Olympischen Komitees, von 24 internationalen Sportverbänden sowie Ausbildungsstätten und Instituten für den Sport. Damit befinden sich in unserem Land eine Vielzahl spezialisierter und professionell geführter Informationseinrichtungen für den Sport.

So sehr der Sport in den Medien präsent ist, so sehr droht die Geschichte des Sports vergessen zu gehen. Es ist der Initiative vieler unserer Kolleginnen und Kollegen in der Schweiz und in Österreich zu verdanken, dass die Zeugnisse der Sportgeschichte allen drohenden finanziellen Kürzungen und aller institutioneller Infragestellung zum Trotz über die Zeit erhalten geblieben sind und heute einer zunehmend interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden können. Die arbido-Redaktion fand es an der Zeit, die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen aus dem Sportbereich für eine interessierte Öffentlichkeit ins rechte Licht zu rücken.

So hat die arbido-Redaktion Archivare, Bibliothekare, Records Manager, Dokumentalisten und Informationspezialisten sowie Museumsfachleute gebeten, uns einen Einblick in ihren beruflichen Alltag zu ermöglichen. Dieser Einblick soll nicht nur auf die Schweiz beschränkt bleiben; sondern der Blick wird auch auf unser Nachbarland Österreich erweitert.

Die Beiträge unserer österreichischen Kollegen zeigen, unter welchen Bedingungen vergleichbare Institutionen in unserem Nachbarland arbeiten. Die föderalistischen Strukturen sind in beiden Ländern ähnlich. Die Dokumentierung des Sports ist hüben und drüben auf die Initiative engagierter Fachleute aus Information und Dokumentation sowie aus den Museen angewiesen. Es sei an dieser Stelle unseren österreichischen Kollegen herzlich gedankt, dass sie uns ihre Beiträge spontan zur Verfügung gestellt haben und uns so einen Einblick in ihre Arbeit geben.

So sind 22 Beiträge entstanden, die eine andere Seite des Sports zeigen sollen. Es geht nicht um sportliche Meisterleistungen oder um das grosse Geld im Sport, sondern um die Informationsbeschaffung, Informationserschliessung und Informationsvermittlung sowie um die Nutzung durch eine interessierte Öffentlichkeit.

Es geht uns nicht darum, eine Bilanz zu ziehen, sondern wir möchten zeigen, dass trotz der Informationsflut in den Medien zu sportlichen Themen und den dafür bereitgestellten Riesensummen Informationsspezialisten aus allen Bereichen immer noch für die Legitimation ihrer Informationseinrichtungen im Sportbereich kämpfen müssen. Dies, obwohl ein zunehmendes Interesse seitens der Wissenschaft und der Medien an diesen Informationen besteht. Es sind gerade diese Institutionen, die sich dem Thema Sport widmen, die sich eine, wenn auch noch nicht konzeptionelle, doch zumindest organisatorische Zusammenarbeit vorstellen können. Diese Tatsache hat die Redaktion bewogen, eine Nummer unserer Zeitschrift diesem Thema zu widmen. Die Darstellung dessen, was sich bei der UEFA, der FIFA und beim IOC auf diesem Gebiet entwickelt hat, zeigt die Möglichkeiten und Grenzen eines solchen Vorhabens auf. 

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